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Masterarbeit: Anglizismen in schwedischer Werbesprache

Englisch als globale Lingua franca spielt auch in der einsprachigen Kommunikation im Norden eine unübersehbare Rolle: Entlehnungen aus dem Englischen sind aus dem Wortschatz nicht wegzudenken. Das gilt für die Alltagssprache, aber auch für bestimmte Domänen und Texttypen. Annika Hartwig hat sich in ihrer Masterarbeit mit diesem Thema beschäftigt und den Gebrauch von Anglizismen in der schwedischen Werbesprache untersucht. Dafür hat sie ein Korpus von Anzeigen aus Dagens Nyheter zusammengestellt und analysiert, das als repräsentativ für textbasierte Anzeigen in seriösen Tageszeitungen gelten kann. Dabei zeigt sich, dass die Hypothesen aus der bisherigen Forschung hier großenteils bestätigt werden können, in einigen Bereichen aber auch nicht. Dabei spielen formale Aspekte eine Rolle, etwa die Frage nach der Wortklasse von Entlehnungen und der grammatischen und lautlichen Integration ins Schwedische, aber auch die Bedeutungsseite sowie die kommunikative Funktion der Entlehnungen im werbesprachlichen Kontext.

Masterarbeit: Amerikanorwegisch

SonsofNorwayMPLSDie Nachfahren der Norweger, die während der Massenemigration im 19. und 20. Jahrhundert nach Nordamerika ausgewandert sind, sprechen zum Teil noch heute Norwegisch, vor allem in der älteren Generation – allerdings ein Norwegisch, in dem der Sprachkontakt zum amerikanischen Englischen deutlich erkennbar ist. Claudia Kretschmer untersucht in ihrer Masterarbeit anhand eines amerikanorwegischen Korpus, wie weit man für bestimmte Strukturbereiche (besonders Kon-/Subjunktionen und Diskursmarker) schon von einer teilweisen Verschmelzung beider Sprachen sprechen kann (partial fusion nach einem Modell von Auer [2014]), wenn etwa die englischen Diskursmarker well oder you know voll in das amerikanorwegische System integriert sind. Sie zeigt dabei, dass man über Amerikanorwegisch als Ganzes keine sinnvolle Aussage machen kann, weil der Sprachgebrauch der Informanten zu heterogen ist. Gleichzeitig lassen sich aber durchaus Profile bestimmter Sprechergruppen beschreiben. Dabei finden sich ein Typ, der die Sprachsysteme noch relativ strikt trennt, und ein anderer Typ, bei dem die Verschmelzung – ohne Verlust der norwegischen Sprachkompetenz insgesamt – schon recht weit fortgeschritten ist.