Sommersemester 2013

Bachelor

Informationsveranstaltungen

Bachelorarbeiten (Sprachwissenschaft)

Informationsveranstaltung (gemeinsam mit Dr. Katja Bethke-Prange)
Do, 25. 4. 2013, 10–11, OS 75/S1 415

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Diese Veranstaltung richtet sich an Bachelorstudierende, die eine Abschlussarbeit in der Sprachwissenschaft planen oder in Erwägung ziehen. Die Teilnahme wird dringend empfohlen.

Bachelorarbeiten stellen inhaltliche und formale Herausforderungen an Sie, die über Seminararbeiten hinausgehen: Sie nehmen sich – wenn auch in Absprache mit Ihrem Betreuer – eine Aufgabe vor, die Sie zuvor in der Regel selbst entwickeln, bearbeiten diese Aufgabe eigenständig, betreiben Recherche, erheben unter Umständen Daten, analysieren, interpretieren und stellen Ihre Ergebnisse dar.

Studierende sehen häufig die größte Schwierigkeit in der ungewohnt großen Textmenge, die bei einer Bachelorarbeit verlangt wird, oder im Einhalten der formalen Anforderungen. Tatsächlich müssen Sie eine größere Hürde vor dem Beginn des Schreibprozesses überwinden, nämlich bei der Themenfindung und der Formulierung einer Fragestellung. Wie Sie hier zielgerichtet vorgehen, welche Arbeitsschritte bei der Vorbereitung Ihrer Arbeit sinnvoll sind, wie Sie Ihre Arbeit organisieren können – das sind Bereiche, in denen wir Ihnen frühzeitig Hilfestellung geben möchten.

Hausarbeiten und Referate in der Sprachwissenschaft

Informationsveranstaltung (gemeinsam mit Dr. Katja Bethke-Prange)
Mi, 10. 4. 2013, 8–9, LS8 225/8

[keine Anmeldung notwendig]

Diese Veranstaltung ist für Teilnehmer der Einführung in die synchrone Sprachwissenschaft obligatorisch, wird aber auch fortgeschrittenen Bachelorstudierenden empfohlen.

Hausarbeiten und Referate zählen zu den gängigen Darstellungsformen sprachwissenschaftlicher Arbeit im Studium. In beiden Fällen geht es darum, Sachverhalte und Zusammenhänge verständlich darzustellen – wenn auch in unterschiedlichen Medien und Formaten. Dabei gibt es eine Reihe besonderer Anforderungen, die Sie beachten müssen.

Bei Hausarbeiten gibt es festgelegte Richtlinien für formale Merkmale des Textes. Vor allem Layout und das korrekte Verweisen auf Fachliteratur ist einheitlich geregelt. Aber auch für die Gliederung, die inhaltliche Darstellung und die sprachliche Form gibt es Vorgaben – und in vielen Fällen bessere und schlechtere Lösungen. Ähnliches gilt, wenn auch abgeschwächt, für Referate.

Wie Sie bei der Vorbereitung am geschicktesten vorgehen, wie Sie recherchieren und wie Sie präsentieren, besprechen wir in dieser Informationsveranstaltung.

Seminare

Entlehnung

Seminar, SW 3.1/2 (Nr. 051379)
Mi, 16–18, LS1 209a

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Dieses Seminar richtet sich nur an Bachelorstudierende.

Unter ‚Entlehnung‘ versteht man die Übernahme von Wörtern und anderen sprachlichen Strukturen aus einer Sprache in eine andere. In vielen Fällen geschehen Entlehnungen spontan, im Sprachgebrauch mehrsprachiger Sprecher (im weitesten Sinne: Sprecher mit einer hohen oder geringen Kompetenz in mehr als einer Sprachform). Entlehnungen können aber auch das Lexikon oder die Grammatik einer Sprache dauerhaft verändern. Dabei sind vielschichtige Anpassungen häufig: Ist das schwedische webb noch das englische web? Wenn nein, warum nicht? Welche Prozesse hat das Wort hier auf lautlicher, orthographischer, morphologischer und semantischer Ebene durchlaufen?

Wir betrachten in diesem Seminar Entlehnungen als Beispiel für Transferphänomene im Sprachkontakt und analysieren strukturelle, aber auch sprachsoziale Aspekte. Dabei liegt der Schwerpunkt auf einem Vergleich zwischen den nordgermanischen Sprachen.

Nordgermanische Strukturen aus typologischer Perspektive

Seminar, SW 3.1/2 (Nr. 051380)
Fr, 14–16, LS1 208a (am 3. 5.: LS10 325, am 7. 6.: LS1 106a)

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Dieses Seminar richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende.

Alle Sprachen der Welt haben eines gemeinsam: Sie dienen zur verbalen Kommunikation zwischen menschlichen Kommunikationspartnern. Aber sie unterscheiden sich zum Teil stark darin, wie sie diese Funktion ausfüllen, d. h. wie ihre Systeme auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen aufgebaut sind: Welche Laute gibt es? Hat eine Sprache Artikel? Gibt es Tempora? Wie viele Farbwörter werden unterschieden? Differenziert eine Sprache mehrere Grade von Höflichkeit?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Typologie. Ziel des Seminars ist es, einen typologischen Steckbrief für das Nordgermanische zu erarbeiten. Dabei interessiert uns vor allem die Frage: Sind die nordgermanischen Sprachen im weltweiten Vergleich tendenziell durchschnittliche Sprachen, oder weisen sie eher exotische Merkmale auf? Dabei stützen wir unsere Analyse zum einen auf aktuelle Forschungsliteratur, zum anderen aber auch auf webbasierte Werkzeuge, die einen Abgleich mit den Sprachen der Welt wesentlich erleichtern, darunter insbesondere den World Atlas of Language Structures (WALS).

 

Übung

Deutsch-Dänisch kontrastiv

Übung, Zusatzangebot (Nr. 050764)
Mi 10–12 (jede zweite Woche, genaue Termine hier), LS1 207a

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Diese Übung richtet sich an Fortgeschrittene mit Dänisch als erster Sprache. Die Teilnahme ist freiwillig und wird besonders Studierenden im M. Ed. dringend empfohlen.

Gerade wenn Sie Dänisch studieren, weil Sie Lehrer werden möchten, ist es interessant für Sie, sich mit strukturellen Besonderheiten des Dänischen auseinanderzusetzen. In dieser Übung geschieht das nicht aus didaktischer oder sprachpraktischer Perspektive, sondern im sprachwissenschaftlichen Kontrast mit dem Deutschen, also der Ausgangssprache des typischen Zweitsprachlerners an Schulen in Schleswig-Holstein. Dabei sollen auch Ihre eigenen Erfahrungen als Lerner des Dänischen thematisiert werden.

Master

Informationsveranstaltungen

Masterarbeiten (Sprachwissenschaft)

Informationsveranstaltung (gemeinsam mit Dr. Katja Bethke-Prange)
Do, 25. 4. 2013, 12–13, LS8 215

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Diese Veranstaltung richtet sich an Masterstudierende, die eine Abschlussarbeit in der Sprachwissenschaft planen oder in Erwägung ziehen. Die Teilnahme wird dringend empfohlen.

Als Masterstudierende haben Sie bereits eine Abschlussarbeit angefertigt. Allerdings bewegen Sie sich in Ihrem Studium inzwischen auf einem höheren fachlichen Niveau, das sich auch entsprechend in den Anforderungen an Ihre Masterarbeit widerspiegelt: Sie liefern im Idealfall eine eigenständige wissenschaftliche Arbeit ab, die an aktuelle linguistische Forschung anknüpft und eine eigene Analyse mit neuen Ergebnissen liefert.

Entsprechend ist es wichtig, dass Sie Ihre Studie als ein in Eigenregie durchgeführtes Forschungsprojekt planen und durchführen: dass Sie sich also sehr sorgfältig vorbereiten, plausible Hypothesen entwickeln, eine stringente Argumentation zu erarbeiten und Ihre Resultate in einen überzeugenden und flüssigen Text zu fassen. Wir möchten Ihnen gern Wege zu einer sinnvollen Fragestellung für Ihre Arbeit nahebringen und Ihnen Arbeitstechniken vorstellen, die Ihnen die souveräne Planung und Durchführung der Arbeit erleichtern.

Eigenständige Lektüren

Diachrone/Synchrone Sprachwissenschaft

Eigenständige Lektüren, SW 7.3 und 7.4 (Nr. 050765, 051280)
Anmeldung bis zum 30. 4., Vorbesprechung nach Absprache

[Anmeldung rechtzeitig zur Vorbesprechung nicht mehr möglich]

Mit den eigenständigen Lektüren üben Sie, sich zwar mit Anleitung, aber in eigener Verantwortung in begrenzte thematische Bereiche einzuarbeiten – eine Schlüsselqualifikation für das wissenschaftliche Arbeiten. In diesem Fall bearbeiten Sie zwei selbst gewählte Themen aus diachroner bzw. synchroner Perspektive.

Geeignete Bereiche, aus denen Sie sich zwei Schwerpunktthemen erarbeiten können, werden gemeinsam mit ersten Literaturhinweisen vorgegeben. Nach Absprache sind auch andere Themen möglich.

Die eigenständigen Lektüren werden mit einer übergreifenden mündlichen Prüfung auf der Grundlage eines Thesenpapiers abgeschlossen, das Sie in Absprache mit mir rechtzeitig einreichen.

Grammatik im Sprachkontakt

Eigenständige Lektüre, SW 6.1 (Nr. 051381)
Anmeldung bis zum 30. 4., Vorbesprechung nach Absprache

[Anmeldung rechtzeitig zur Vorbesprechung nicht mehr möglich]

Mit der eigenständigen Lektüre üben Sie, sich zwar mit Anleitung, aber in eigener Verantwortung in einen begrenzten thematischen Bereich einzuarbeiten – eine Schlüsselqualifikation für das wissenschaftliche Arbeiten. In diesem Fall geht es um Sprachkontaktphänomene in verschiedenen grammatischen Bereichen, also in Morphologie und Syntax. Anhand von Überblicksdarstellungen und exemplarischen Studien erarbeiten Sie sich zentrale Fachbegriffe und theoretische Konzepte, die Sie wiederum auf die nordgermanischen Sprachen anwenden können.

Die eigenständige Lektüre wird mit einer Klausur abgeschlossen.

Seminare

Nordgermanische Strukturen aus typologischer Perspektive

Seminar, SW 4.1/2, SW 6.2/3, SW 7.1/2 (Nr. 051380)
Fr, 14–16, LS1 208a (am 3. 5.: LS10 325, am 7. 6. LS1 106a)

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Dieses Seminar richtet sich an Bachelor- und Masterstudierende.

Alle Sprachen der Welt haben eines gemeinsam: Sie dienen zur verbalen Kommunikation zwischen menschlichen Kommunikationspartnern. Aber sie unterscheiden sich zum Teil stark darin, wie sie diese Funktion ausfüllen, d. h. wie ihre Systeme auf den verschiedenen sprachlichen Ebenen aufgebaut sind: Welche Laute gibt es? Hat eine Sprache Artikel? Gibt es Tempora? Wie viele Farbwörter werden unterschieden? Differenziert eine Sprache mehrere Grade von Höflichkeit?

Mit solchen Fragen beschäftigt sich die Typologie. Ziel des Seminars ist es, einen typologischen Steckbrief für das Nordgermanische zu erarbeiten. Dabei interessiert uns vor allem die Frage: Sind die nordgermanischen Sprachen im weltweiten Vergleich tendenziell durchschnittliche Sprachen, oder weisen sie eher exotische Merkmale auf? Dabei stützen wir unsere Analyse zum einen auf aktuelle Forschungsliteratur, zum anderen aber auch auf webbasierte Werkzeuge, die einen Abgleich mit den Sprachen der Welt wesentlich erleichtern, darunter insbesondere den World Atlas of Language Structures (WALS).

Sprachwandeltheorien

Seminar, SW 4.1/2, SW 6.2/3, SW 7.1/2 (Nr. 051016)
Do, 14–16, LS1 208a

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Dieses Seminar richtet sich ausschließlich an Masterstudierende.

Sprachen wandeln sich im Lauf der Zeit: Elemente und Strukturen verschwinden, entstehen, verändern ihre Form oder erhalten neue Funktionen. Dieser Sprachwandel lässt sich zum einen über sehr lange Zeiträume beobachten, zum anderen aber auch innerhalb der Lebenszeit eines Sprechers. Synchron entspricht ihm sprachliche Variation, indem konservative und innovative sprachliche Formen nebeneinander existieren.

In der sprachtheoretischen Sicht auf den Wandel gibt es dabei konkurrierende und zum Teil ganz unterschiedliche Ansätze. Teils geht die Vielfalt darauf zurück, dass verschiedene Theorien auch verschiedene Aspekte des Sprachwandels betrachten. Zum Teil finden sich aber auch eminente Widersprüche, die sich nicht einfach auflösen lassen. In diesem Seminar diskutieren wir einige dieser Modelle anhand des Sprachwandels im Nordgermanischen und setzen uns dabei auch allgemein mit verschiedenen sprachtheoretischen Modellen auseinander.

Vorlesung und Übung

Satz- und Textsyntax

Vorlesung und Übung, SW 5.1 und 5.2 (Nr. 051382, 050901)
Fr, 12–14, LS1 208a

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Vorlesung und Übung richten sich ausschließlich an Masterstudierende und können nur gemeinsam belegt werden.

Syntax endet nicht beim nächsten Komma: Über die (morpho-)​syntaktischen Relationen in einfachen Sätzen hinaus können auch die Zusammenhänge zwischen Teilen komplexer Sätze und sogar zwischen Sätzen in einem Text syntaktisch analysiert werden. Zentrale Fragen dabei sind: Wie werden logisch-semantische Verknüpfungen sprachlich ausgedrückt? Welche Wörter oder grammatischen Strukturen markieren zum Beispiel Kausalität? Wodurch wird der inhaltliche Zusammenhang eines Textes auch sprachlich-strukturell markiert?

Die Vorlesung gibt Ihnen anhand der skandinavischen Sprachen eine systematische Einführung in diesen Bereich. In der Übung vertiefen Sie diese Kenntnisse in Analysen von Beispielmaterial.

Übung

Deutsch-Dänisch kontrastiv

Übung, Zusatzangebot (Nr. 050764)
Mi 10–12 (jede zweite Woche, genaue Termine hier), LS1 207a

[Anmeldung nicht mehr möglich]

Diese Übung richtet sich an Fortgeschrittene mit Dänisch als erster Sprache. Die Teilnahme ist freiwillig und wird besonders Studierenden im M. Ed. dringend empfohlen.

Gerade wenn Sie Dänisch studieren, weil Sie Lehrer werden möchten, ist es interessant für Sie, sich mit strukturellen Besonderheiten des Dänischen auseinanderzusetzen. In dieser Übung geschieht das nicht aus didaktischer oder sprachpraktischer Perspektive, sondern im sprachwissenschaftlichen Kontrast mit dem Deutschen, also der Ausgangssprache des typischen Zweitsprachlerners an Schulen in Schleswig-Holstein. Dabei sollen auch Ihre eigenen Erfahrungen als Lerner des Dänischen thematisiert werden.

Ringvorlesung

Das Gerede von gestern. Vorträge zur Geschichte der gesprochenen Sprache

Ringvorlesung, Forschungszentrum Arealität und Sozialität in der Sprache (Nr. 051326)
Di 18-19, LS8 225/8

An dieser Ringvorlesung beteilige ich mich am 21. 5. mit einem Vortrag: Stumme Ohrenzeugen: was geschriebene Texte über gesprochenes Altschwedisch verra­ten.