Archiv der Kategorie: Forschung

Stellenausschreibung (Fachdidaktik/Sprachwissenschaft Dänisch)

Das Lehramtsstudium ist mit über 3.600 Studierenden an insgesamt fünf Fakultäten ein zentrales Studienangebot der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel (CAU).

Mit dem Programm „Lehramt in Bewegung an der CAU (CAU-LiB)“ will die CAU die Zusammenarbeit zwischen Fächern, Fachdidaktiken und den Bildungswissenschaften am Standort Kiel nachhaltig verbessern, indem forschungsbasiert neue Studienangebote und Studienstrukturen geschaffen werden.

Hierzu wird in vierzehn Fächern jeweils für drei Jahre eine Projektstelle (50%) besetzt. Die Projekte sind durch regelmäßigen fachlichen Austausch und gemeinsame Workshops miteinander verbunden, an dem auch die künftigen StelleninhaberInnen teilnehmen werden.

In diesem Rahmen ist am Institut für Skandinavistik, Frisistik und Allgemeine Sprachwissenschaft (ISFAS) ist zum 1. Oktober 2015 die Stelle

einer wissenschaftlichen Mitarbeiterin/eines wissenschaftlichen Mitarbeiters

für die Dauer von drei Jahren zu besetzen. Im Rahmen der Stelle wird die Möglichkeit zu Promotion gegeben.

Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt die Hälfte der einer/eines entsprechend Vollbeschäftigten (zurzeit 19,35 Stunden); das Entgelt richtet sich bei Vorliegen der tariflichen Voraussetzungen nach Entgeltgruppe 13 TV-L. Die regelmäßige wöchentliche Lehrverpflichtung beträgt 2 Lehrveranstaltungsstunden.

Die Stelle ist dem anlaufenden Forschungsprojekt „Dänisch als Nachbarsprache (dans)“ (Leitung Prof. Dr. Steffen Höder, Lehrstuhl Skandinavistische Sprachwissenschaft) zugeordnet, das Bausteine für eine sprachwissenschaftlich fundierte Fachdidaktik des Dänischen als Nachbarsprache erarbeiten soll. Im Mittelpunkt steht dabei die Entwicklung didaktischer Konzepte, die spezifisch auf die besondere Konstellation des schulischen Dänischunterrichts in Schleswig-Holstein (zweite oder dritte Fremdsprache) mit Deutsch als Ausgangssprache abzielen. Hieraus ergibt sich eine Orientierung an linguistischer Forschung zur kontrastiven Linguistik und zum Zweitspracherwerb; das geplante Promotionsvorhaben sollte sich thematisch ebenfalls in diesem Rahmen bewegen. Die Aufgaben umfassen die Mitarbeit im Projekt sowie die Durchführung inhaltlich und organisatorisch an das Projekt angebundener Lehrveranstaltungen in den Dänisch-Studiengängen.

Einstellungsvoraussetzungen sind ein sehr hohes Kompetenzniveau im Dänischen sowie ein abgeschlossenes Hochschulstudium der Fächer Dänisch oder Skandinavistik (MA, MEd oder äquivalenter Abschluss in einem vergleichbaren Studiengang). Darüber hinaus sollte die qualifizierte Bewerberin/der qualifizierte Bewerber am schulischen Fremdsprachunterricht ebenso wie an interdisziplinärer Zusammenarbeit interessiert sein sowie über ein hohes Maß an Organisations- und Teamfähigkeit verfügen. Von Vorteil sind ein Studienschwerpunkt in der Sprachwissenschaft, vorherige schulische oder universitäre Lehrerfahrung im Fach Dänisch sowie nachgewiesene Kenntnisse in der Fremdsprachendidaktik.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist bestrebt, den Anteil von Wissenschaftlerinnen in Forschung und Lehre zu erhöhen und fordert deshalb entsprechend qualifizierte Frauen nachdrücklich auf, sich zu bewerben. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Die Hochschule setzt sich für die Beschäftigung schwerbehinderter Menschen ein. Daher werden schwerbehinderte Bewerberinnen und Bewerber bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Kopien bisheriger Abschlüsse und Zeugnisse, andere Referenzen; wenn vorhanden: Publikationsliste, bisherige Lehrerfahrung, Beiträge auf Konferenzen) – auf die Vorlage von Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen – richten Sie bitte bis zum 15.08.2015 an Prof. Dr. Steffen Höder (per Mail: s.hoeder (at) isfas.uni-kiel.de, außerdem bitte per Post: Prof. Dr. Steffen Höder, CAU Kiel, ISFAS, 24098 Kiel).

Vortrag: Niederdeutsches in nordeuropäischen Arealen (Tallinn)

Neues zu GrammArNord: Bei der Jahrestagung des Vereins für niederdeutsche Sprachforschung in Tallinn halte ich einen Vortrag mit dem Titel Niederdeutsches in nordeuropäischen Arealen. Der Vortrag stellt den aktuellen Stand des Projekts GrammArNord dar und geht besonders auf die merkmalzentrierte Analyse sprachlicher Areale im multidimensionalen kommunikativen Raum ein, die für das GrammArNord grundlegend ist. Eine Analyse dreier beispielhaft ausgewählter morphosyntaktischer Merkmale illustriert die Bezüge zu unterschiedlichen Kontaktzonen und -konstellationen sowie die verschiedenen Zeittiefen, die sich mit dem gewählten Ansatz erfassen lassen.

Promotionsprojekt zu Südschleswigdänisch

Seit Juli 2014 ist Sabrina Schütz Doktorandin in der skandinavistischen Sprachwissenschaft. In ihrem Promotionsprojekt mit dem Arbeitstitel Südschleswigdänisch. Strukturelle Bestandsaufnahme aus dialektologi­scher Perspektive wendet sie Methoden aus der aktuellen Dialektologie und Dialektgeographie auf die besondere Form des Dänischen an, die in der dänischen Minderheit im nördlichen Teil Schleswig-Holsteins (Südschleswig) verwendet wird. Das Ziel ist dabei die systematische Untersuchung sprachlicher Strukturen in Sprachwissen und Sprachgebrauch erwachsener Sprecher in unterschiedlichen Altersgruppen, Regionen und Kontexten.